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Holzfarm-Chronik Kapitel 3

Kurz vorm Platzen

In der Zwischenzeit hatten wir uns auch ein Häuschen gebaut. Gut geplant und mit viel Familienhilfe war das aber nur sehr viel Arbeit und keine Katastrophe. Ich sag euch, wir sahen ganz schön gruselig aus:-) Aber wir waren jung und wollten uns eine Zukunft aufbauen.

Mit der Zeit wuchs der Onlineshop und die Bestellungen wurden mehr. Ein anfangs extra programmierter SMS Service, der über neue Bestellungen informieren sollte, wurde schnell überflüssig, da man eh täglich die regelmäßigen Bestellungen abarbeiten musste.

unser Onlineshop Holzfarm - das erste Design

Ich nahm bevorzugt auch kleinere deutsche Firmen wie Verneuer Holzspielzeug, 3 Blättert Naturspielwaren, Likeabike, Nanchen natur oder Heidi Hilscher Puppen mit ins Sortiment auf – Alle Made ich Germany!

Das Gästezimmer im neuen Haus wurde in ein Lagerraum mit Packtisch umfunktioniert. Die Ikearegale reichten bis zur Decke, man kam kaum noch durch die Reihen.

                                      Kartons bis unter die Decke     auch in der Garage türmte sich die Ware    

Es wurde in die Garage und auf den Dachboden ausgewichen. Auch hier stand alles voller Ikea-Regale und die Kartons türmten sich bis unters Dach. Unsere Autos haben es nie bis in die Garage geschafft. Es kamen immer mehr Artikel hinzu. Nach langem Kampf hatte ich es dann auch geschafft Firmen wie Erzi, Käthe Kruse und Sigikid mit ins Boot zu holen. Unser Haus platze aus allen Nähten. In der Weihnachtszeit stapelten sich die Schaukelpferde und Verpackungsmaterial in Wohnzimmer und Diele, das Schlafzimmer lag voll mit Sigikid-Trolleys und Plüschtieren. Habt Ihr schon mal mit Polsterflocken unterm Weihnachtsbaum gesessen?

Für unsere Kinder ein wahres Paradies, ein ganzes Haus voller Spielzeug! Wir arbeiteten in der Weihnachtszeit auch am Wochenende, tageweise sogar bis 4 Uhr in der Früh damit alle Pakete noch rechtzeitig unterm Tannenbaum liegen. Ein Zustand, der so nicht weiter gehen konnte.

Platz musste her. Wir mussten die Holzfarm auslagern. Nach langem Suchen, haben wir dann 2008 im verschlafenen 8000-Einwohner-Städtchen Kellinghusen alte Ladenräume gefunden, deren Miete in unser knappes Budget passte. Ein Umzug stand an. Ich sag euch, ich hatte mir damals geschworen nie wieder umzuziehen, aber es sollte anders kommen. Dazu später mehr.

In diesen Räumen sollte bald unsere Holzfarm eröffnen. Hier sieht man noch diealte Nutzung als SecondHand-Shop.

hier werden die Ladenräume noch vom Vorgänger genutzt

man sieht den Tresen von der Vorgängerin

Die Räume waren groß genug, so dass mich die wahnwitzige Idee packte, ein Laden Geschäft zu eröffnen. Das war einerseits schon lange mein Traum und auch weil wir als Onlineshop auf der Nürnberger Spielwarenmesse nicht ernst genommen und in einen Topf mit bösen „Online-Preisbrechern“ geworfen wurden. Als online Händler war man ja angeblich jemand, der „quasi ohne Kosten und Aufwand“ das Geschäft der angestammten Läden kaputt macht.

Gut, so einem Onlineshop sieht man die viele Arbeit und der Aufwand der dahinter steht ja auch nicht sofort an.

Und witziger Weise wurden wir dann später als Ladenbetreiber von einigen Herstellern komplett anders behandelt. Da wird man nicht mehr herablassend vom Stand geschickt, sondern der Hersteller biedert sich an, ob man nicht doch noch ein wenig Platz für ihn im Regal hat.

Im nächsten Teil zeige ich Euch dann, was wir daraus gemacht haben. Es bleibt weiter spannend...

Eure Christine