Navigation

Blog

Holzfarm-Chronik Kapitel 6

Endlich angekommen

Am 10.Juli 2010 war es dann soweit. Das Geschäft Holzfarm – richtig gut spielen wurde eröffnet. Mit einer Glückrad-Aktion, Saft und Naschis für die Kinder und Sekt für die Großen wurde unser Einstand gefeiert und belohnt. Ich war überwältigt von so viel Zuspruch und Begeisterung. Unser Konzept und die Gestaltung gingen auf.

Aussenansicht der Holzfarm zum Tag der Eröffnung

Die Kunden standen beim Glücksrad sogar an. Ob Groß oder klein, alle haben ihr Glück versucht.

Menschenschlange vorm Glücksrad

ein kleiner Junge dreht am Glücksrad

 

In Kellinghusen haben wir schon Geburtstagskörbe angeboten. In Bad Bramstedt brauchten wir jedoch viel mehr. Hierfür konnte ich mal wieder meine alte Laubsäge hervorkramen. Denn fürs Sägen hatte ich kaum noch Zeit und habe diese Arbeit weitestgehend eingestellt. Ich entwarf selber Wunschkörbe für unsere Geburtstagskinder. Ich fand die Regelungen in den anderen Geschäften nicht sehr schön. Unsere Körbe sollten einen schönen Platz im Laden bekommen, so dass jeder die Wunschkörbe der Kinder sehen konnte. Sie sind schließlich etwas Besonderes und ich wollte mich so bei meinen kleinen Kunden bedanken, dass sie die Holzfarm ausgewählt haben. So habe ich für jeden Geburtstagskorb ein eigenes Krönchen gesägt und verziert. Mit vollem Erfolg, die Kinder lieben ihr Krönchen an der Geburtstagskiste und sind beim ersten Mal immer ganz aufgeregt und fragen, ob sie denn auch so einen schönen Korb bekommen. Hin und wieder muss die Säge noch für Schaufenster Deko herhalten, denn selbst gemacht ist einfach schöner.

Wunschkorb mit Krönchen

unsere Geburtstagkörbe-Wand

Der Laden wurde sehr gut angenommen. Wir hatten das Gefühl, wir waren endlich angekommen. Im September wurde eine weitere Mitarbeiterin eingestellt. Mit Frau Bäcker hatten wir nun auch kompetente Verstärkung in Sachen Dekorieren. Als gelernte Schauwerbegestalterin sorgte sie ab jetzt für ansprechende Präsentation.

Playmobil-Schaufenster

Die sikigid-Beasts sind los

Doch nachdem die anfängliche Euphorie verflogen war stellte sich heraus, dass auch hier nicht alles Gold ist was glänzt. Es waren nachwievor keine Kapazitäten für den Onlineshop übrig. Zudem sind wir gleichzeitig mit der Neueröffnung auf Empfehlung dem Verband Idee & Spiel beigetreten und sind eine Marketing-Partnerschaft eingegangen. Die damit verbundenen Pflichten und das neue Geschäft mit zahlreichen zusätzlichen Lieferanten wie Lego, Schleich und Ravensburger waren auf einmal alles zu viel, die extra für den Werbekatalog bestellte Ware strömte nur so zu den Türen rein, wir wussten gar nicht wie uns geschah. Der zu verteilende Idee&Spiel Katalog wurde nicht angenommen. Wir ertranken förmlich in Spielzeug, das keiner wirklich haben wollte und auch nicht richtig zu uns passte. Es ging irgendwie nicht voran. Wir machten einen Fehler nach dem anderen, wir haben uns auch Playmobil ins Haus geholt, wir wollten ja „Nahversorger“ sein. Doch auch das war ein großer Fehler. Die Massen an Ware, die wir abnehmen mussten, erstickten uns beinah. Bei Playmobil hieß es entweder alles oder gar nichts. Die Spiegelburg wollte uns auch nicht mehr beliefern, aufgrund sogenannten Gebietsschutzes. Also nutzen wir unseren teuer bezahlten Coppenrath-Schrank auf andere Weise.

Coppenrathschrank gefüllt mit Flauschn und Kissen von Crepes suzette

                         Lego-Regal   BRIO-Wand

unsere Monster-Schleichwand - sie war ganze 5m lang, heute ist sie zum Glück nur noch 3m.

Schleichwand 5m lang

Ich kam an meine Grenzen. Ich wollte unbedingt alles selber machen, musste überall mitmischen, war ständig präsent, machte keinen Urlaub. Ihr könnt euch sicher denken, was inzwischen mit unserem Onlineshop passiert war, um den sich nicht richtig gekümmert wurde und wenn sämtliches Geld in Ware steckt, die sich nicht richtig in unser Sortiment einfügte.

Es wurde nicht besser, ich konnte mich nicht zerteilen, hatte ernste gesundheitliche Probleme. Es musste schnellstens eine Lösung her. Aber es ist gar nicht so einfach auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen und alles perfekt machen zu wollen. Um den Onlineshop nicht aufgeben zu müssen und dennoch eine gute Mutter zu sein und auch hin und wieder etwas Zeit für sich und die Familie zu haben, waren gute Ideen gefragt.

Ha, das war ja noch gar nicht der vorletzte Teil. Zwei kommen noch.

Eure Christine