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Schönheitsschlaf: Wie Kinder das Schlafen erlernen

schlafendes Baby

Tagsüber ist das Leben mit dem Nachwuchs eine Wonne. Nachts beginnt für viele Eltern das Tal der Tränen. Dramen, Gebrüll, Betteleien - selbst die besten Eltern beginnen, an sich zu zweifeln, und sich mit dem Partner zu streiten. Kein Wunder, dass sich Kinderbücher wie »Jedes Kind kann schlafen lernen« bestens verkaufen.

Schlafen lernen? Auch wenn Eltern erwarten, dass das Schlafen etwas Lebenswichtiges und Elementares ist, was man von Natur aus beherrschen sollte, handelt es sich tatsächlich um eine Fähigkeit, die man ohne Training nicht anwenden kann. In der westlichen Gesellschaft werden Schlafprobleme häufig thematisiert - in anderen Kulturen scheint der Kinderschlaf weitaus weniger Eltern zu plagen. Sind Eltern in unserem Teil der Welt anspruchsvoller geworden? Hat sich das schlafende Kind zu einem Synonym für die Großen entwickelt, die endlich Zeit für sich haben? Oder haben sie es verlernt, den Sandmännchen zu spielen? Womöglich spielt auch das eigene Kinderbett eine Rolle in dieser Thematik.

Das Einschlafen will gelernt sein

Die ersten zwei Wochen nach der Geburt sind ein Kinderspiel. Das Neugeborene schläft immer und in allen Lagen, ohne sich von seiner Umwelt beeindruckt zu zeigen geschweige denn sie wahrzunehmen. Nach zwei bis drei Wochen sieht es bereits anders aus: Damit das Kleine schläft, müssen die Bedingungen stimmen:

  1. Müdigkeit: Nicht selten hapert es ausgerechnet an der Müdigkeit. Schlafforscher am Züricher Kinderspital haben herausgefunden, dass viele Kinder schlichtweg nicht müde sind, wenn ihre Eltern sie ins Bett legen.
  2. Entspannung: Erwachsene wissen bereits, dass Entspannung schwer zu bekommen ist. Entspannung ergibt sich bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen, nämlich wenn sie zufrieden sind. Sie müssen also satt, warm und geboren und müde sein. Rhythmische Bewegungen wie Wiegen, Tragen, Schaukeln, helfen, diesen Zustand zu erreichen.
  3. Mitbestimmung: Kinder werden in Wellen müde. Kleinkinder treten tagsüber alle 50 Minuten von der aktiven in die beruhigte Phase über. Zu diesem Zeitpunkt ist die Möglichkeit, einzuschlafen, am größten. Verpassen Eltern die Anzeichen für Müdigkeit (Gähnen, Augenreiben, etc.), ist der Nachwuchs sofort hellwach.

Maedchen gaehnt

Die Schuld nicht beim Kind suchen

Dass das Problem mit nicht einschlafenden Kindern häufig bei den Eltern liegt, haben auch die Experten des Altonaer Kinderkrankenhauses (AKK) erkannt. Zu den typischen Problemen, die das Einschlafen der Kleinen verhindert, gehört herumliegendes Spielzeug, ungünstige Lichtverhältnisse und ein genervter Zustand der Eltern. In den Seminaren der AKK lernen Eltern, dass die Kinder, entgegengesetzt der Meinung des zuvor angesprochenen Buchtitels, nicht das Problem sind, sondern die Eltern. Sie müssen lernen, nicht jede Kleinigkeit bestimmen und regeln zu wollen.

Damit Eltern den Schlaf ihres Kindes fördern, sollten sie folgende Tipps befolgen:

  • Kinderbett: Ein geeignetes Bett für den Nachwuchs kaufen ist keine leichte Aufgabe. Kinder wachsen in einem schnellen Rhythmus, wodurch ständig neue Herausforderungen an die Eltern gestellt werden. Erziehungsberechtigte müssen sich aber auch darüber im Klaren sein, dass nur ein gutes, passendes Bett das Kind gut schlafen lassen kann. Eltern finden unter dieser URL Kinderbetten für den Nachwuchs jedes Alters. Ob Babybett, Spielbett, Hochbett oder Etagenbett - das Bett muss zum Kind und seinen individuellen Bedürfnissen passen.
  • Aktivitäten: Kurz vor dem Schlafengehen sollten Kinder auf sportliche Aktivitäten verzichten. Selbes gilt für das Fernsehen und Spielen von Videogames.
  • Getränke & Mahlzeit: Koffeinhaltige Getränke wie Coca Cola sollten vor dem Schlafengehen tabu sein. Auch große Mahlzeiten dürfen nicht mehr eingenommen werden. Ein Glas Milch, eine Tasse Früchtetee oder Ähnliches ist dagegen völlig in Ordnung.
  • Temperatur: Die ideale Schlafzimmertemperatur liegt zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Sollte das Kind im Zimmer der Eltern schlafen, sollten diese das Schlafzimmer vor dem Schlafengehen gut durchlüften. Einerseits sorgen sie so für genügend Sauerstoff und frische Luft, andererseits ist es im Winter nicht zu warm.
  • Störungen: Ob helles Licht oder störende Geräusche - diese sollten das Kind beim Einschlafen nicht plagen. Wenn Kinder sich im Dunkeln fürchten, können Eltern ihnen ein Nachtlicht kaufen.
  • Ritual: Ein Einschlafritual, welches sich nur minimal voneinander unterscheidet, hilft dem Kind, leichter einzuschlafen. Bei kleinen Kindern bietet sich dafür das Singen eines Schlaflieds an. Größere Kinder mögen es, wenn ihre Eltern eine Gutenachtgeschichte erzählen oder vorlesen.

Mama liest Kind eine Gute-Nacht-Geschichte vor

Und hier noch ein sehr amüsantes Video zum Thema :

Zwillinge wollen nicht schlafen

Wir wünschen Euch eine geruhsame Nacht.